In der ambulanten Pflege wird viel über Reformen gesprochen. 2026 kommen einige davon tatsächlich in der Praxis an – mit spürbaren Folgen für Organisation, Abrechnung und Verantwortung.

Mehr Befugnisse für Pflegefachpersonen (BEEP-Gesetz)

Pflegefachpersonen dürfen künftig mehr Leistungen eigenständig durchführen, zum Beispiel bei Wundversorgung oder bestimmten medizinischen Maßnahmen.

Für Sie bedeutet das:
Ihre Fachkräfte können mehr selbst entscheiden – aber Sie müssen Ihre internen Abläufe, Verantwortlichkeiten und Dokumentation anpassen. Wer hier keine klaren Prozesse hat, riskiert Rückfragen und Absetzungen bei der Abrechnung.


Weniger Pflichtbesuche, andere Nachweise

Die Pflicht-Beratungsbesuche für Pflegegeldempfänger werden reduziert.

Für Sie bedeutet das:
Der Aufwand pro Kunde sinkt – gleichzeitig wird es wichtiger, die verbleibenden Nachweise sauber zu führen, damit es später keine Diskussionen mit den Pflegekassen gibt.


Neue Qualitätsprüfungen ab Juli 2026

Die Prüfkriterien des Medizinischen Dienstes ändern sich.

Für Sie bedeutet das:
Ihre Dokumentation wird stärker in den Fokus rücken. Was heute noch „ausreichend“ ist, kann 2026 schon kritisch bewertet werden – mit Folgen für Ihren Ruf, Ihre Vergütung und Ihre Vertragsbeziehungen.


Unterm Strich:
2026 bringt nicht weniger Verantwortung, sondern andere. Wer seine Abrechnungs- und Dokumentationsprozesse jetzt nicht sauber aufstellt, wird später unter Druck geraten.